Die Arten von Erektionsproblemen
auf einen Blick

Erektionsstörung ist nicht gleich Erektionsstörung. So bekommen die einen gar keinen hoch oder erschlaffen nach kurzer Zeit, während andere unter einer schmerzhaften Dauererektion leiden. Alles sehr belastend - jedoch behandelbar.

Medizinisch geprüft von
Dr. Johannes von Büren
Letzte Änderung:
1.10.2024
Lesezeit: 5 min
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sexuelle Dysfunktionen von Männern unterteilen sich in Störungen der Erektion, der Ejakulation und der Libido
  • Bei der Erektilen Dysfunktion misslingt das Entstehen und Aufrechterhalten einer zum Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektion
  • Dauererektionen (Priapismus) können unbehandelt zur Erektilen Dysfunktion führen und sind immer ein Fall für den Arzt
  • Eine Behandlung von Erektionsstörungen ist möglich
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Prof. Dr. med. Christian Wülfing

Chefarzt Urologie Asklepios Klinik Altona, Hamburg

"Wer einmal keine Erektion bekommt, leidet noch nicht unter einer Erektilen Dysfunktion. Häufen sich die Erektionsstörungen jedoch oder bekommt der Betroffene gar keine Versteifung des Penis mehr zustande, kann es zu einer chronischen Erektilen Dysfunktion bis hin zur Impotenz, also der Unfähigkeit Kinder zu zeugen, kommen."

Sexualstörungen beim Mann

Wenn das Sexualerleben beim Mann gestört ist - sei es durch verminderte Lust auf Sex, eine fehlende Erektion oder einen ausbleibenden oder vorzeitigen Höhepunkt - spricht man von einer Sexualstörung.¹ Diese Störungen können verschiedenste Ursachen haben - entspringen jedoch meist körperlichen Erkrankungen oder psychischen Faktoren wie Stress.

Erektionsstörungen

Erektionsstörungen beschreiben alle Dysfunktionen, die mit der Entstehung, Aufrechterhaltung oder Beendigung der Versteifung des Penis (Erektion) zu tun haben.

Ejakulationsstörungen

Ejakulationsstörungen umfassen alle Störungen des Samenergusses. Darunter fallen neben dem vorzeitigen Samenerguss die verspätete, ausbleibende, retrograde (in die Harnblase fehlgeleitete) sowie schmerzhafte Ejakulation.

Libidostörungen

Libido- oder Appetenzstörungen beschreiben eine verminderte Lust auf Sex, die mit der Abnahme von sexuellen Phantasien und Verlangen aus sexuelle Aktivitäten einhergeht.

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Erektionsstörung vs. Impotenz: Wo liegt der Unterschied?

Im Alltag werden Impotenz und Erektionsstörungen häufig gleichgesetzt. Die Impotenz ist jedoch ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die mit einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit einhergehen.

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Impotentia coeundi: Erektile Dysfunktion, also die Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten

Impotentia ejaculandi: Anejakulation, also das Ausbleiben des Samenergusses

Impotentia generandi: Zeugungsunfähigkeit trotz normaler Ejakulation und Erektion

Erektile Dysfunktion: Chronische vs. plötzliche ED

Manchmal reicht selbst die fleischgewordene Männerfantasie im Bett nicht aus, um für einen harten Penis zu sorgen. Passiert dieses Malheur einmal, ist das kein Grund zur Sorge. Kommt es jedoch immer wieder zu einer Flaute im Bett, spricht man von einer Erektilen Dysfunktion (ED).

Gemäß Definition ist es dem Mann bei einer ED trotz sexueller Erregung nicht möglich, eine für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Ursache dafür ist, dass entweder zu wenig Blut in die Schwellkörper fließt oder das Blut zu schnell wieder abströmt.²

Unterschieden wird die Erektile Dysfunktion in die chronisch anhaltende und plötzlich auftretende Erektionsstörung. Beide ED-Arten sollten dabei ernst genommen und so schnell wie möglich behandelt werden.

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Chronische Erektionsstörungen bei Männern

Betroffene bekommen über mehr als 6 Monate hinweg in mindestens 70% der Versuche keine oder nur unzureichende Erektionen

Ursachen für die chronische ED sind meist psychische oder körperliche Erkrankungen sowie die Einnahme spezieller Medikamente

Die Erektionsfähigkeit nimmt in einem schleichenden Prozess ab und wird durch zunehmende Versagensängste und sexuellen Rückzug verstärkt

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Plötzlich auftretende Erektionsstörungen bei Männern

Betroffene bekommen von heute auf morgen keine ausreichende Erektion mehr

Die plötzliche Erektionsstörung geht mit externen (z.B. Druck auf der Arbeit) oder internen (z.B. Nervosität) Stressoren einher

Erektile Dysfunktion beim Mann

Bei der Erektilen Dysfunktion gelangt nicht genügend Blut in die Schwellkörper des Penis.
Die Folge: Die Erektion bleibt aus, ist nicht ausreichend hart oder erschlafft nach kurzer Zeit wieder.

Priapismus: Die Wahrheit über die Dauererektion

Eine Dauererektion klingt nach dem Traum vieler Männer - ist in der Realität jedoch ein Albtraum. Beim Priapismus handelt es sich um eine schmerzhafte Erektion, die länger als 2 Stunden anhält. Diese Dauererektion ist entweder einem gestörten Abfluss oder Zufluss von Blut in die Schwellkörper geschuldet und kann unbehandelt das Gewebe des Penis nachhaltig schädigen. Die Folge kann eine Erektile Dysfunktion sein. Deshalb sollte beim Priapismus immer ein Arzt aufgesucht werden.

Häufige Fragen
Was sind die besten Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen?

Zur Behandlung von Erektionsstörungen werden häufig Medikamente wie Viagra (Sildenafil), Cialis (Tadalafil) und andere PDE-5-Inhibitoren eingesetzt, die den Blutfluss zum Penis verbessern und eine Erektion unterstützen. Diese Medikamente sind effektiv für viele Männer und sollten nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Es ist wichtig, sich über mögliche Nebenwirkungen und die richtige Anwendung zu informieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Quellenangaben
Hinweis

Die auf unserer Website veröffentlichten Artikel dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen, können wir nicht garantieren, dass alle Inhalte fehlerfrei oder vollständig sind. Wir empfehlen Dir dringend, bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken immer einen Arzt / eine Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren. Die Verwendung von Informationen aus unseren Artikeln erfolgt auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder Verluste, die sich aus der Verwendung der bereitgestellten Informationen ergeben. Unsere Artikel stellen keine medizinische Diagnose dar und dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung angesehen werden. Jeder individuelle Gesundheitszustand erfordert eine persönliche ärztliche Beurteilung und Beratung.

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