Unterschiede, Anwendungsfälle und Wissenswertes zu Dosierungen von Sildenafil
Sildenafil ist ein rezeptpflichtiger Wirkstoff, mit dem Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) zuverlässig und wirksam behandelt werden können. Für diese Anwendung gibt es Sildenafil-Tabletten in drei verschiedenen Dosierungen, wobei 50 mg die empfohlene Anfangs- und Standarddosis ist. Die Dosierung von Sildenafil sollte immer individuelle Faktoren wie Vorerkrankungen oder mögliche Wechselwirkungen berücksichtigen.
Sildenafil ist zur Behandlung erektiler Dysfunktion in drei Dosierungen erhältlich: 25 mg, 50 mg und 100 mg. Die Dosierung besagt, wie viel Sildenafil jeweils in einer Tablette enthalten ist. Die empfohlene Anfangsdosis ist 50 mg. Dies ist zugleich die am häufigsten verschriebene Dosis. Sildenafil 100 mg ist die höchste Dosierung. Sie wird in der Regel bei schwereren Erektionsstörungen verschrieben oder wenn eine geringere Dosis nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Gleichzeitig sind 100 mg die tägliche Maximaldosis. Du solltest also – außer es ist mit Deiner Ärztin / Deinem Arzt anders abgesprochen – nie mehr als 100 mg Sildenafil am Tag einnehmen. Wenn die höheren Dosierungen nicht vertragen werden, können Patienten zu einer niedrigeren Dosierung von 25 mg wechseln, z.B., wenn höhere Dosen zu viele Nebenwirkungen verursachen oder wenn Sildenafil regelmäßig in Dauertherapie (Schwellkörpertraining) eingenommen wird.
Grundsätzlich hängt die Dosierung von verschiedenen individuellen Faktoren ab. Du solltest Deinen Arzt / Deine Ärztin also möglichst umfassend über alles Wesentliche informieren.
Die für Dich passende Dosis wird auf Basis Deiner individuellen Situation, z. B. Schwere Deiner Erkrankung, Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten und Medikamente, die Du einnimmst, ermittelt. Bei leichten Potenzproblemen und einem hohen Risiko für Nebenwirkungen, z. B. bei einer bestehenden schweren Lebererkrankung, wird wahrscheinlich eine geringere Dosis die beste Wahl sein. Während bei sehr schwerwiegenden Erektionsstörungen vielleicht nur die höchste Dosis auch die gewünschte Wirkung erzielt. Generell empfiehlt der Hersteller 50 mg Sildenafil als Standarddosis. Diese Dosierung wird auch meist zu Beginn einer Behandlung verschrieben. Je nach den mit der 50 mg-Dosis Sildenafil gemachten Erfahrungen kann die Dosierung dann im Verlauf der Behandlung angepasst werden.
*Sildenafil ist rezeptpflichtig. Vor der Einnahme ist eine gründliche ärztliche Untersuchung erforderlich. Welche Dosis für die individuelle Situation geeignet ist, solltest Du mit Deiner Ärztin / Deinem Arzt abstimmen.
Eine chinesische Studie1 aus dem Jahr 2015 vergleicht die Wirkung von 50 mg Sildenafil und 100 mg Sildenafil. Dazu wurden rund 3.600 Patienten über acht Wochen mit unterschiedlichen Dosierungen behandelt. Die Erfahrungen der Teilnehmer wurden anhand eines standardisierten Fragebogens (IIEF-5) erfasst und ausgewertet.
Das Ergebnis: Beide Dosierungen, 50 mg und 100 mg Sildenafil, zeigten eine positive Wirkung. Alle Studienteilnehmer berichteten, dass sie im Monatsdurchschnitt häufiger Geschlechtsverkehr hatten, ihre Erektionsfähigkeit sich verbesserte und sie eine höhere sexuelle Zufriedenheit sowie mehr Freude am Sex hatten.
Der Unterschied: Bei der Gruppe, die 100 mg Sildenafil erhielt, erhöhte sich die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs noch deutlicher als bei der Gruppe, die 50 mg Sildenafil erhielt. Ebenso berichteten die Männer, die 100 mg einnahmen, noch häufiger über eine gesteigerte Freude am Sex.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass beide Dosierungen Erektionsstörungen wirksam verbessern können, die höhere Dosierung von 100 mg aber zu besseren Ergebnissen bei einzelnen Aspekten wie der durchschnittlichen Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und der sexuellen Freude führt.
Sildenafil 25 mg ist die niedrigste Dosis. Sie ist vor allem für Personen mit Vorerkrankungen (v. a. Herz- oder Lebererkrankungen) oder einem hohen Risiko für Nebenwirkungen geeignet oder wenn die Erektionsstörungen sehr leicht sind. Manchmal kann Sildenafil 25 auch als Dauertherapie eingesetzt werden. Dabei nimmt man den Wirkstoff nicht bei Bedarf, sondern regelmäßig, auch ohne geplante sexuelle Aktivität, ein. Dadurch kommt es zu einem Trainingseffekt für die Schwellkörper, was Erektionsstörungen langfristig verbessern kann. Meist wird heute dafür jedoch ein anderer PDE-5-Hemmer, Tadalafil, eingesetzt, der tendenziell weniger Nebenwirkungen verursacht und auch explizit für die Dauertherapie zugelassen ist.
Individuelle Faktoren wie medizinische Vorgeschichte, Unverträglichkeiten und parallel eingenommene Medikamente sind eine wichtige Grundlage für eine sichere Dosierung. Das Körpergewicht spielt bei der Einnahme von Sildenafil aber eine untergeordnete Rolle und wird nur relevant bei extremeren Formen von Unter- oder Übergewicht oder wenn Sildenafil zur Behandlung von Lungenhochdruck bei Kindern angewendet wird. Wichtiger sind bestehende Erkrankungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Grundsätzlich ist Sildenafil für alle Altersgruppen ab 18 Jahren zugelassen und auch ältere Männer können Sildenafil in höheren Dosierungen einnehmen – vorausgesetzt, es bestehen keine gesundheitlichen Einschränkungen. Da im Alter Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen häufiger vorkommen und der Organismus sensibler reagieren kann, liest man häufiger, dass ältere Patienten eine niedrigere Dosis von 25 mg Sildenafil nehmen sollten. So pauschal kann man dies jedoch nicht sagen. Entscheidend ist am Ende der Gesundheitszustand und die Einschätzung des Arztes / der Ärztin.
Zur Behandlung von Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie) wird Sildenafil dauerhaft in geringer Dosierung eingenommen. Der Wirkstoff ist für dieses Anwendungsgebiet für Erwachsene und Kinder ab einem Alter von einem Jahr zugelassen. Die empfohlene Dosierung ist 20 mg dreimal täglich für Erwachsene und Kinder mit einem Körpergewicht von mehr als 20 Kilogramm. Für Kinder mit einem Gewicht von weniger als 20 Kilogramm liegt die Empfehlung bei 10 mg dreimal täglich. Auch hier liegt die Entscheidung über die Dosierung beim behandelnden Ärzteteam. Insbesondere Kinder dürfen Sildenafil nie ohne engmaschige ärztliche Betreuung einnehmen.
Sildenafil 50 mg und Sildenafil 100 mg sind Bedarfsmedikamente, d.h. die Tabletten werden, ähnlich wie z. B. Kopfschmerztabletten, als Einzeldosis eingenommen, wenn sie benötigt werden. Wie schnell und wie lange das Medikament wirkt, kann individuell unterschiedlich sein. In aller Regel tritt die Wirkung von Sildenafil ca. 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme der Tablette ein. Die Tabletten sollten also mindestens 30 bis 60 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Die Wirkung hält in der Regel bis zu fünf Stunden, d. h. die verbesserte Erektionsfähigkeit bleibt über diesen gesamten Zeitraum erhalten.
Sildenafil ist rezeptpflichtig und nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Du solltest die Dir verordnete Dosierung nie eigenmächtig ändern. Besprich Deine Erfahrungen regelmäßig mit Deiner behandelnden Ärztin / Deinem behandelnden Arzt. Wenn das Medikament nicht die gewünschte Wirkung zeigt, kann Dir eine andere Dosis oder ein anderer Wirkstoff verschrieben werden.
Ob und in welcher Stärke Nebenwirkungen durch Sildenafil auftreten, ist individuell unterschiedlich. Sildenafil ist seit vielen Jahren auf dem Markt, und die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffes wurde in Studien umfangreich erforscht. Sildenafil gilt als sicheres, wirksames und bei korrekter Anwendung als gut verträgliches Arzneimittel.
Als Faustregel kann man davon ausgehen: je höher die Dosis, desto höher das Risiko für Nebenwirkungen. Bei Sildenafil 100 mg ist also das Risiko für Nebenwirkungen höher als bei niedrigeren Dosierungen. Insbesondere steigt das Risiko für schwere Nebenwirkungen bei hohen Dosierungen, wenn bei den Patienten bestimmte Vorerkrankungen, wie Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestehen. Vor der Einnahme von Sildenafil sollte man daher die Herz-Kreislauf-Gesundheit gründlich untersuchen lassen.
Insgesamt ist aber auch die Maximaldosis von 100 mg in der Regel gut verträglich. Eine Langzeitstudie untersuchte die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Sildenafil bei Männern, die den Wirkstoff vier Jahre lang regelmäßig einnahmen. Auch nach vier Jahren waren 94 Prozent der Teilnehmer zufrieden mit dem Wirkstoff. Die Studienteilnehmer konnten die Dosis in ärztlicher Absprache selbst wählen, wobei Sildenafil 100 mg die beliebteste Dosierung war.2
*ACHTUNG: Diese Nebenwirkungen können einen Notfall darstellen. Du solltest sofort ärztliche Hilfe suchen!
Sildenafil kann als Nebenwirkung auch Unruhe oder Angstzustände auslösen. Der Wirkstoff kann unter bestimmten Umständen auch zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Vor allem dann, wenn Du Sildenafil ohne Rezept und ohne dass eine echte Erektionsstörung vorliegt, einnimmst, etwa um die Potenz und das sexuelle Erleben zu steigern. Dadurch können unrealistische Erwartungen an die eigene sexuelle Leistungsfähigkeit entstehen und dazu führen, dass Du in eine psychische Abhängigkeit gerätst.
In manchen Fällen kann die niedrige Dosis von 25 mg Sildenafil eine Option für Personen mit Vorerkrankungen sein. Eine Einschätzung, ob diese Medikation im individuellen Fall sicher ist, können die behandelnden Ärztinnen und Ärzte geben.
Sildenafil sollte nicht eingenommen werden von Personen mit
Vor allem die Kombination mit nitrathaltigen Arzneimitteln, die hauptsächlich zur Therapie von Herzerkrankungen angewendet werden (NO-Donatoren, z. B. Amylnitrit) kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen. Sildenafil darf daher nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden. Gleiches gilt für Arzneimittel, die bei Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie) angewendet werden (z. B. Riociguat).
Sildenafil ist ein medizinischer Wirkstoff, der gefäßerweiternd wirkt und die Durchblutung fördert. Er wurde ursprünglich für die Therapie von Angina pectoris (Erkrankung der Herzkranzgefäße, auch als „Herzenge“ bezeichnet) entwickelt, kommt heute aber vorwiegend zur Behandlung von Erektionsstörungen und bei Bluthochdruck in der Lunge (pulmonale Hypertonie, BPH) zum Einsatz. Bekanntheit erlangte der Wirkstoff unter dem Handelsnamen Viagra®. Heute gibt es Potenzmittel mit Sildenafil von verschiedenen Herstellern unter verschiedenen Bezeichnungen, sogenannte Generika. Sildenafil ist aufgrund möglicher schwerer Nebenwirkungen verschreibungspflichtig und nur nach ärztlicher Untersuchung und gegen Rezept erhältlich.
Sildenafil gehört zur Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer), zu der auch die Wirkstoffe Tadalafil, Vardenafil und Avanafil zählen. Einfach gesagt verbessern PDE-5-Hemmer die Durchblutung im Penis, indem sie die glatte Gefäßmuskulatur entspannen. Dies funktioniert so: Bei sexueller Erregung wird der Botenstoff, cGMP (zyklisches Guanosinmonophosphat) ausgeschüttet, der dafür sorgt, dass mehr Blut in den Penis transportiert wird. Bei abnehmender Erregung wird der Botenstoff durch das Enzym Phosphodiesterase 5 (PDE-5) auch schnell wieder abgebaut – bei Männern mit Erektionsstörungen häufig zu schnell. Wie im Namen angedeutet, hemmen PDE-5-Hemmer wie Sildenafil dieses Enzym und damit den Abbau von cGMP. Das Ergebnis: Der cGMP-Spiegel bleibt hoch, die Durchblutung vermehrt und die Erektion stärker.
Wichtig zu beachten ist: Sildenafil ist kein Aphrodisiakum. Es kann eine Erektion verstärken, sie aber nicht erzeugen. Das heißt, die Wirkung tritt nur ein, wenn Du sexuell erregt bist. Lässt die Erregung nach, klingt die Erektion wieder ab, auch wenn Du Sildenafil eingenommen hast.
Beide Dosierungen wirken gut und zuverlässig. In Studien zeigte Sildenafil in manchen Aspekten (Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, Freude am Sex) eine etwas bessere Wirkung als 50 mg. Für eine sichere Anwendung ist es jedoch wichtig, die Dosierung auf die individuelle Situation (Gesundheitsstatus, Vorerkrankungen, Wechselwirkungen) abzustimmen. Die im Rezept vermerkte Dosierung solltest Du nie selbst ändern.
Sildenafil 25 mg ist die niedrigste Dosierung. Sie wird hauptsächlich Personen verschrieben, die Vorerkrankungen haben. Sildenafil 50 mg ist die empfohlene Standarddosierung für gesunde Personen. Ob die 100 mg Dosierung für Dich geeignet ist, solltest Du mit Deinem Arzt / Deiner Ärztin besprechen. Für eine sichere Anwendung ist es jedoch wichtig, die Dosierung auf die individuelle Situation (Gesundheitsstatus, Vorerkrankungen, Wechselwirkungen) abzustimmen. Die im Rezept vermerkte Dosierung solltest Du nie selbst ändern.
Die Herstellung von Tabletten kann sich unterscheiden, und nicht alle Tabletten sind teilbar. Ob die Dir verschriebenen Sildenafil-Tabletten teilbar sind oder nicht, solltest Du immer bei Deiner Ärztin oder Deinem Arzt erfragen.
Beide Medikamente können den Blutdruck beeinflussen. Bei gleichzeitiger Einnahme kann es unter anderem zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen. Sprich mit Deinem behandelnden Arzt oder Deiner behandelnden Ärztin, ob die Kombination für Dich sicher wäre.
Nein, Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und nur auf Rezept in Apotheken erhältlich.
Nein, Sildenafil 100 mg kaufen ohne Rezept ist nicht gestattet. Da es sich um ein verschreibungspflichtiges Potenzmittel handelt, darf es nur mit einem gültigen ärztlichen Rezept erworben werden. Dies dient Ihrer Sicherheit, da eine ärztliche Beratung notwendig ist, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen auszuschließen.
Nein, Sildenafil 50 mg kaufen ohne Rezept ist nicht möglich. Das Medikament gehört zu den rezeptpflichtigen Potenzmitteln und kann nur mit einem gültigen Rezept von einem Arzt erworben werden.
Die auf unserer Website veröffentlichten Artikel dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen, können wir nicht garantieren, dass alle Inhalte fehlerfrei oder vollständig sind. Wir empfehlen Dir dringend, bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken immer einen Arzt / eine Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren. Die Verwendung von Informationen aus unseren Artikeln erfolgt auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder Verluste, die sich aus der Verwendung der bereitgestellten Informationen ergeben. Unsere Artikel stellen keine medizinische Diagnose dar und dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung angesehen werden. Jeder individuelle Gesundheitszustand erfordert eine persönliche ärztliche Beurteilung und Beratung.